Open Data für Kommunen: GovData übernimmt Musterdatenkatalog der Bertelsmann Stiftung

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Der kommunale Musterdatenkatalog für Open Data aus Kommunen wird von der Bertelsmann Stiftung an die FITKO (Föderale IT-Kooperation) übergeben. Die FITKO betreibt das nationale Open-Data-Portal GovData im Auftrag des IT-Planungsrats. Der kommunale Musterdatenkatalog verschafft einen Überblick darüber, welche offenen Daten von Kommunen in Deutschland bereitgestellt werden.

Die aktuelle Version des kommunalen Musterdatenkatalogs umfasst rund 36.000 offene Datensätze aus über 500 Kommunen in Deutschland. Mit dieser Menge an Datensätzen lassen sich unterschiedliche Erkenntnisse gewinnen: Zu welchen Themen veröffentlichen Kommunen die meisten offenen Daten? Welche Regionen in Deutschland sind im Musterdatenkatalog besonders häufig vertreten? Zu welchen Themen könnten Kommunen, die bisher noch wenig Erfahrung mit Open Data haben, Daten veröffentlichen?

Mario Wiedemann, Leiter des Projekts Daten für die Gesellschaft in der Bertelsmann Stiftung und Mitentwickler des Musterdatenkatalogs, betont: „Der Musterdatenkatalog dient nicht nur als Übersicht, sondern auch als Instrument für strategische Entscheidungen im kommunalen Open-Data-Bereich. Er ermöglicht Kommunen, eigene offene Datenangebote systematisch einzuordnen und auszubauen, Potenziale zu erkennen und sich an vergleichbaren Kommunen zu orientieren“.

Vom Prototyp zum zentralen Baustein für kommunales Open Data

Der Musterdatenkatalog für Open Data wurde 2019 von der Bertelsmann Stiftung und GovData zunächst als Prototyp veröffentlicht. Dieser bildete die Grundlage für die anschließende Entwicklung eines Musterdatenkatalogs für Kommunen aus Nordrhein-Westfalen durch die Projektpartner Bertelsmann Stiftung, GovData, KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung und Open Knowledge Foundation Deutschland. Der Transfer von der Bertelsmann Stiftung zu GovData eröffnet nun die Möglichkeit, den Musterdatenkatalog noch strukturierter ins deutsche Open-Data-Ökosystem der Verwaltung einzubauen, da GovData hier einer der zentralen Akteure ist. 

„Der Musterdatenkatalog ist Inspiration für Neulinge, Kompass für Profis und Benchmark für alle: Er macht Potenziale sichtbar und ermöglicht den direkten Vergleich, damit Städte und Gemeinden voneinander lernen und noch besser werden können“, erklärt Thomas Tursics, Leiter des GovData-Teams bei der FITKO.

Regelmäßige Aktualisierung sorgt für valide und vergleichbare Daten

Der Musterdatenkatalog für Open Data aus Kommunen wird zweimal im Jahr aktualisiert. In der aktuellen Version 6 wurden offene Daten aus Kommunen berücksichtigt, die bis zum Juni 2025 über govdata.de auffindbar waren. Daten, die nach diesem Stichtag veröffentlicht wurden, werden nach einer weiteren Aktualisierung Eingang in den Katalog finden.

Der Musterdatenkatalog ist unter musterdatenkatalog.de abrufbar. Über ein Datentool auf der Webseite ist es möglich, sich die vorhandenen offenen Datensätze von ausgewählten Kommunen anzeigen zu lassen sowie das noch mögliche Potenzial an offenen Daten. Die herunterladbaren Excel- und csv-Dateien ermöglichen auch weitere, eigene Analysen.

Musterdatenkatalog unterstützt Kommunen beim Einstieg in Open Data

Der Musterdatenkatalog unterstützte Kommunen in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Vorhaben rund um Open Data. Die Open Data Informationsstelle der Stadt Berlin beispielsweise hat den Musterdatenkatalog als Grundlage für eine Liste der 100 relevantesten offenen Datensätze für die Berliner Stadtgesellschaft genutzt. Dazu wurde eine frühere Version des Musterdatenkatalogs mit rund 300 Musterdatensätzen anhand diverser Kriterien auf 100 Datensätze verdichtet. 

Zahlreiche Informationsangebote zu Open Data informieren im Internet über den Musterdatenkatalog, der als Orientierung für Kommunen dient, die mit Open Data starten wollen. Außerdem wird der Musterdatenkatalog von GovData in seinen Erläuterungen zum Standard DCAT-AP.de Kommunen zur Nutzung empfohlen. 

 

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