Ein Marktplatz für alle(s): Marktplatz Deutschland Digital startet Produktivbetrieb

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Der IT-Planungsrat führt seine föderalen Marktplätze zusammen: Der Marktplatz Deutschland Digital (MDD) ist ab sofort zentraler Anlaufpunkt für die Bereitstellung und Beschaffung digitaler Produkte für Verwaltungen. Unter www.marktplatz-deutschland-digital.de erhalten Behörden – in mehreren Ausbaustufen – einen einfachen, transparenten und rechtssicheren Zugang zu einem umfassenden Angebot an digitalen Lösungen für die Verwaltung. Der Marktplatz Deutschland Digital wird als Produkt des IT-Planungsrats von der FITKO (Föderale IT-Kooperation) gesteuert. Betreiberin ist die govdigital eG. Grundlage ist die Entscheidung des IT-Planungsrats (Beschluss 2025/08), seine föderalen Marktplätze FIT-Store, EfA-Marktplatz und Cloud Service Portal (CSP) der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) zu konsolidieren.

 

Die angebotenen IT-Lösungen auf dem MDD richten sich an öffentliche Organisationen von Bund, Ländern und Kommunen sowie an öffentliche IT-Dienstleister. 

„Auf dem Marktplatz Deutschland Digital werden in den kommenden Monaten immer mehr IT-Lösungen für die Verwaltung an einem Ort auffindbar und bestellbar. Bund, Länder und Kommunen profitieren von einer hohen Vergleichbarkeit und einer einfacheren Beschaffung von IT-Lösungen, Anbietende von einer deutlich höheren Sichtbarkeit ihrer Produkte“, erklärt Stephan Bartholmei, Leitung Produktmanagement in der FITKO.  

Der Go Live des MDD bildet die Grundlage für weitere Entwicklungsschritte. Im Fokus stehen in diesem Jahr Konsolidierungsmaßnahmen für eine vollständige Integration des Marktplatzes für EfA-Leistungen im Jahr 2027 sowie die kontinuierliche Erweiterung des Angebotsportfolios. 

Zukünftig wird der Marktplatz zudem für private Anbieter geöffnet und weitere Marktplatz-Plattformen wie der Marktplatz der KI-Möglichkeiten integriert, um das Angebotsportfolio gezielt zu erweitern. 

„Die Zusammenführung der föderalen Marktplätze spart mittelfristig auch Kosten: Parallele Entwicklungen werden vermieden und stattdessen in die Weiterentwicklung einer gemeinsamen und modernen föderalen Handelsplattform investiert“, so Bartholmei. 

 

Zum Start: DVC-konforme Services und EfA-Leistungen im Fokus 

Der MDD ermöglicht eine strukturierte Recherche und den Vergleich digitaler Lösungen – darunter 

  • rund 70 DVC-konforme Cloud-Services
  • 68 EfA-Leistungen aus dem Marktplatz für EfA-Leistungen und 
  • 10 KI-Lösungen aus dem Marktplatz der KI-Möglichkeiten. 

Neben Such- und Filterfunktionen stehen registrierten Nutzenden standardisierte und rechtssichere Bestellprozesse zur Verfügung. Bestellte Produkte und zugehörige Verträge werden in einer digitalen Vertragsmappe dokumentiert. 

Neue Features werden im Rahmen der Weiterentwicklung des MDD kontinuierlich freigeschaltet und die Produktcommunity transparent über Neuerungen informiert.

Die Bestellung ist zum Start für DVC-konforme Cloud-Services möglich. EfA-Leistungen werden im MDD angezeigt, die Bestellung erfolgt jedoch derzeit noch über den Marktplatz für EfA-Leistungen (marktplatz.govdigital.de). 

 

Cloud-Service-Portal der DVC als technische Grundlage

Der Shop des MDD nutzt das Cloud-Service-Portal (CSP) der DVC als technische Grundlage. 

Mit Go Live des Marktplatz Deutschland Digital geht die Governance für das CSP auf das Produktboard des MDD über und wird als Bestandteil des MDD weiterentwickelt. 

Für Nutzende des ehemaligen Cloud-Service-Portals der DVC gilt: Bestehende Zugänge, Daten, Verträge und Prozesse bleiben erhalten. Ein aktives Handeln ist nicht erforderlich. 

Die DVC sorgt weiterhin dafür, das Angebot an DVC-konformen Cloud-Services im MDD zu steigern. Im Zentrum der Aktivitäten der DVC steht 2026 der Ausbau der souveränen Cloud-Infrastruktur für die öffentliche Hand: Mit der DVC-Betriebsplattform und darauf aufsetzenden Basisdiensten entsteht das Fundament für eine einfache und schnelle Entwicklung und den sicheren Betrieb souveräner Cloud-Services. Die DVC ist Teil des Gesamtbilds des Deutschland-Stacks.

 

Mehr Informationen:

Zur MDD-Website

 


Über den deutschen IT-Planungsrat

Der deutsche IT-Planungsrat unterstützt als politisches Steuerungsgremium die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Fragen der Informationstechnik und der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Er fördert nutzungsorientierte elektronische Verwaltungsdienste und wirkt auf einen wirtschaftlichen, effizienten und sicheren IT-Betrieb der Verwaltung hin.

Weitere Informationen: www.it-planungsrat.de 

Über die FITKO

Die FITKO (Föderale IT-Kooperation) bildet den operativen Unterbau des deutschen IT-Planungsrats. Sie wurde nach Inkrafttreten der Änderung des IT-Staatsvertrages (Oktober 2019) am 1. Januar 2020 als eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts in Trägerschaft aller Länder und des Bundes errichtet. Als kleine agile Organisation mit Sitz in Frankfurt am Main bündelt die FITKO die nötigen Ressourcen und Kompetenzen unter einem Dach, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung im Auftrag des IT-Planungsrats zielgerichtet zu koordinieren und voranzutreiben.

Weitere Informationen: www.fitko.de