FIT-Connect

Im Auftrag des IT-Planungsrats entwickeln wir im Projekt FIT-Connect zusammen mit IT-Dienstleistenden und Vertreter:innen aus Bund und Ländern eine Plattform zur Vernetzung und Integration von IT-Systemen der föderalen IT-Architektur. Dies umfasst die Bereitstellung einer speziell auf die Bedürfnisse der Antragsstellung zugeschnittenen Infrastruktur zur Übermittlung von Antragsdaten, den Betrieb eines föderalen Entwicklungsportals für die technische Dokumentation der föderalen IT-Komponenten sowie Möglichkeiten der Vernetzung der beteiligten Akteur:innen.

FIT-Connect soll basierend auf dem Plattformansatz die Vernetzung und Integration der IT-Systeme der deutschen Verwaltung vorantreiben und die Bildung eines offenen Ökosystems für die Umsetzung von Online-Antragsdiensten fördern. Durch die Schaffung von Plattformeffekten und die Nutzung kooperativer Ansätze aus der IT wird dabei die Digitalisierung der deutschen Verwaltung unterstützt.

Logo von FIT-Connect
  • Dr. Hauke Traulsen

    Produktmanagement FIT-Connect

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    Telefon+49 (69) 401270 136

Teilprojekt 1: Infrastruktur zur Übermittlung von Antragsdaten

FIT-Connect schafft eine einheitliche Schnittstelle zur Anbindung von Online-Antragsdiensten an die zuständigen Fachverfahren zur Antragsbearbeitung auf allen föderalen Ebenen. Um die Aufwände zur Realisierung von Online-Antragsdiensten signifikant zu reduzieren, unterstützt FIT-Connect bei allen nötigen Schritten zur Übermittlung von Antragsdaten und setzt auf leichtgewichtige und international etablierte Standards.

FIT-Connect ermöglicht nach dem Prinzip „Security by Design“ eine durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vom Endgerät der antragstellenden Person (Browser oder App) bis in das nachgelagerte Fachverfahren einer Behörde und unterstützt Entwickler:innen, Leistungs- und Umsetzungsverantwortliche durch klare Vorgaben bei der sicheren Umsetzung von Verschlüsselungsstandards.

Durch die Bereitstellung einheitlicher Basiskomponenten sowie verbindlicher Architektur- und Rahmenvorgaben vereinfacht und vereinheitlicht FIT-Connect die Anbindung von Online-Antragsdiensten an die bestehende föderale IT-Landschaft und fördert damit die Interoperabilität und Nachnutzbarkeit von Antragsdiensten und Fachverfahren. Eine Vereinheitlichung der Infrastruktur zur Übermittlung von Antragsdaten reduziert die technologische Komplexität und Entwicklungskosten für Online-Antragsdienste und Fachverfahrenshersteller.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des technischen Proof-of-Concept im Dezember 2020 begann im August 2021 die Pilotierung der FIT-Connect-Infrastruktur zur Übermittlung von Antragsdaten im Produktivbetrieb. Seit März 2022 ist sie mit der Beantragung des Schwerbehindertenausweises als erste Einer für Alle-Leistung im Produktivbetrieb.

Auf einen Blick: Nutzen und Vorteile der Antragsdatenübermittlung via FIT-Connect

FIT-Connect verbindet im Rahmen der Antragsdatenübermittlung zentrale Antragsstellung und dezentral erbrachte Antragsbearbeitung. Somit trägt FIT-Connect wesentlich zur Erreichung der Ziele des Onlinezugangsgesetzes bei. Dafür müssen sich „Sender“ und „Empfänger“ von digitalen Anträgen bei FIT-Connect registrieren. Sender sind z.B. die Umsetzenden von EfA-Diensten, Empfänger sind z.B. die Fachverfahren von Kommunen.

FIT-Connect...

  • ... lässt sich komfortabel, schnell und intuitiv anbinden. Der Rekord einer Anbindung eines Empfängers auf der Testumgebung von FIT-Connect inklusive erster Antragsübermittlung liegt beispielsweise bei unter 10 Minuten.
  • ... sorgt per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den erforderlichen hohen Datenschutz bei der Übermittlung.
  • ... erleichtert die bundesweite Nachnutzung dadurch, dass empfängerspezifische Anforderungen bereits während der Antragsstellung berücksichtigt werden.
  • ... verfügt über die Fähigkeit, den korrekten Empfänger eines Antrags im Hintergrund automatisiert und bei Bedarf auch sehr feingranular zu bestimmen. Ein solides Konzept zum Übermitteln von Antworten, Bescheiden, Überarbeitungswünschen oder Rückfragen über den Rückkanal von FIT-Connect wird den Behörden während der Bearbeitung des Antrags zur Verfügung stehen.

Wofür braucht es FIT-Connect? Was kann es und welche Vorteile bietet es? Diese und weitere Fragen werden auch im Infobooklet kurz und prägnant beantwortet.

Technische Dimension von FIT-Connect

Die technischen Hintergründe zur föderalen Infrastruktur zur Übermittlung von Antragsdaten werden in der Dokumentation erläutert. Neben Informationen zu Changelog und Codes gibt es auch eine Roadmap des Projektfortschritts und ein Glossar.

Zur technischen Dokumentation der FIT-Connect-Schnittstelle

Zu den FIT-Connect-FAQs

Teilprojekt 2: Föderales Entwicklungsportal

Eine Öffnung der bestehenden Bemühungen für möglichst alle Akteur:innen sowie deren effektive Koordination und Kooperation ist nötig, um die Stärken der föderal organisierten deutschen Verwaltung mit ihren verteilten Ressourcen effizient zu nutzen. Dabei spielen insbesondere Entwickler:innen eine zentrale Rolle. Sie müssen in die Lage versetzt werden, schnell und effizient nachnutzbare Lösungen zu schaffen.

Um die bestehenden Hürden für Entwickler:innen bei der Beschaffung von Informationen über technische Rahmenbedingungen und bereits existierender Standards und Schnittstellen zu reduzieren, wurde ein föderales Entwicklungsportal aufgebaut.

Dieses Portal soll nicht nur für die vorgeschlagene Antragsinfrastruktur, sondern für alle relevanten Basiskomponenten in Bund und Ländern technische Dokumentationen, Entwicklungsressourcen und Leitfäden lösungsorientiert bündeln und offen bereitstellen. Dazu können auch frei verfügbare Implementierungsbeispiele für das Ansprechen vereinheitlichter Schnittstellen und Standards gehören.

Damit wird die Entwicklung eines innovativen Lösungsökosystems gefördert und ein „Single-Point-of-Truth“ geschaffen, an dem sich alle Entwickler:innen, Leistungs- und Umsetzungsverantwortliche orientieren können. FIT-Connect wird daher maßgeblich zu einer beschleunigten Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) beitragen.

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